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Hitze in der Wohnung

Hitze als Mietmangel?

9.07.2019

Rechtsfrage des Tages:

Ist es draußen heiß und schwül, klettert auch in der Wohnung das Thermometer merklich. Dürfen Sie die Miete mindern, wenn die Raumtemperatur hochsommerliche Werte erreicht?

Antwort:

Gerade wer im Dachgeschoss wohnt kennt das: Manchmal ist es draußen trotz strahlender Sonne fast kühler als drinnen. Der Aufenthalt in der Wohnung wird dann zur Qual. Und an einen entspannten Nachtschlaf ist auch nicht mehr zu denken. Ist der vertragsgemäße Gebrauch Ihrer Mietwohnung eingeschränkt, kann Ihnen das Recht auf eine Mietminderung zustehen. Dies gilt selbst bei Umständen, auf die der Vermieter keinen Einfluss hat, wie beispielsweise Baulärm von der Straße.

Anders sieht es bei Hitze in der Wohnung aus. Hohe Temperaturen berechtigen Mieter in der Regel nicht zur Minderung der Miete. Insbesondere wer in eine Dachwohnung zieht, sollte um die starke Wärmeentwicklung in den Räumen wissen. Entsprechend haben Mieter auch keinen Anspruch beispielsweise auf Einbau einer Klimaanlage. Eine Ausnahme gilt, wenn das Gebäude nicht dem Stand der Technik entspricht.

Dabei kommt es aber auf den Standard an, der zum Zeitpunkt der Errichtung des Hauses galt. Vermieter sind nicht verpflichtet, ihre Immobilie regelmäßig dem aktuellen Stand der Wärmeschutztechnik anzupassen. Letztlich kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass ein Gericht im Einzelfall selbst bei Einhaltung des Standards eine Mietminderung als zulässig erachtet. So zum Beispiel, wenn eine Gesundheitsgefährdung aufgrund der Hitze vorliegt.

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